Absage nach dem Vorstellungsgespräch: Nutze diese Chance!

Kennst Du das?

„…Leider müssen wir Ihnen jedoch mitteilen, dass wir Sie für die Besetzung der Stelle nicht berücksichtigen können.“

Wenn Du so eine E-mail oder einen Anruf nach Deinem Vorstellungsgespräch bekommen hast, dann hast Du sicherlich gedacht: „Na super, der ganze Aufwand umsonst.“

Doch stimmt das auch?

Nein absolut nicht und wenn Du es richtig anstellst, dann kannst Du eine Absage sogar nutzen um den Grundstein für Deinen zukünftigen Bewerbungserfolg legen.

Wie das geht? Das erfährst Du in diesem Artikel.

Absage nach dem Vorstellungsgespräch: Eine realistische Einordnung

Eins ist nun mal völlig klar. Eine Absage nach dem Vorstellungsgespräch ist gefühlt erst mal ein großer Haufen Mist.

Dabei ist auch völlig klar, dass ein Vorstellungsgespräch nicht immer für jeden erfolgreich sein kann. Das ist nun einmal so. In einem Bewerbungsprozess kann am Ende nur einer die Stelle bekommen.

Das bedeutet logischerweise, dass alle übrigen Bewerber leer ausgehen. Egal, wie gut die Qualifikationen und die Leistung im Vorstellungsgespräch waren.

Eine Absage ist also leider etwas völlig Normales und gehört einfach dazu. Auch wenn es sich echt anders anfühlt. Gerade wenn Du vermeintlich alles richtig gemacht hast und mit der Leistung im Vorstellungsgespräch rundum zufrieden gewesen bist, trifft es Dich dann besonders hart, wenn Dir die Absage erteilt wird.

Doch Du bist der Unzufriedenheit und Enttäuschung nicht völlig ausgeliefert.

Ganz im Gegenteil. Jetzt ist der Zeitpunkt aktiv zu werden und den maximalen Nutzen aus der Absage zu ziehen, um beim nächsten Gespräch besser zu sein. Du hast sozusagen eine richtig praxisnahe Fortbildung zum Thema Vorstellungsgespräch gratis absolvieren dürfen. Jetzt geht es darum, das erlebte zu nutzen, um beim nächsten Mal eine noch bessere Performance abzuliefern.

Absage nach dem Vorstellungsgespräch: So nutzt Du sie!

Um den maximalen Nutzen aus der Absage zu ziehen hast Du zwei Ressourcen, auf die Du zurückgreifen kannst.

  1. Deine Erinnerung und Selbstwahrnehmung.
  2. Das Feedback vom Personaler

1. Deine Erinnerung

Als Erstes kümmerst Du Dich um Deine Wahrnehmung des Vorstellungsgespräches und beantwortest (am besten schriftlich) die folgenden 3 Fragen:

  1. Was ist gut gelaufen?
  2. Was ist nicht so gut gelaufen?
  3. Was würde ich das nächste Mal anders, besser machen?

Sei dabei ehrlich zu Dir selbst. Wenn etwas nicht gut gelaufen ist, dann solltest Du es Dir auch eingestehen. Auf der anderen Seite solltest Du Dich aber auch nicht in Grund und Boden kritisieren.

Konzentriere Dich lieber auf 1-2 Punkte, die Du verbessern möchtest. Das könnten zum Beispiel folgende Dinge sein:

  • Informationen zur Firma genau recherchieren.
  • Eigene Fragen vorbereiten.
  • Antworten auf die klassischen Fragen im Vorstellungsgespräch besser vorbereiten. (Z.B. Fragen nach Deinen Stärken, Schwächen, Dein größter Erfolg, Deine Zukunftsplanung).
  • Erfolgsgeschichten aus den vorherigen Stationen besservorbereiten.
  • Bei der Gehaltsformulierung sattelfester auftreten.
  • Sonstige Fehler abschalten wie z.B. sich nicht mehr zu verspäten, oder eine bessere Kleiderwahl.

Wenn Du Deine persönliche Analyse beendet hast, brauchst Du im nächsten Schritt das Feedback vom Personaler.

2. Feedback vom Personaler

In der Regel bekommst Du das Feedback vom Personaler nicht so frei Haus geliefert. Das heißt, Du musst dafür etwas unternehmen.

Wenn Du die Absage nach dem Vorstellungsgespräch per E-mail bekommen hast, dann rufst Du den Personaler am besten einen Tag später an und fragst ihn nach seinem Feedback.

Dabei ist es clever, wenn Du klar rüberbringst, dass Du die Entscheidung vollkommen akzeptiert hast und es Dir wirklich um ein offenes Feedback zur persönlichen Weiterentwicklung geht.

Frage am besten gar nicht danach, warum Du die Stelle nicht bekommen hast, denn diese Warum-Frage bringt den Personaler in einen Rechtfertigungszwang. In den meisten Fällen wird er sich dann hinter unverfänglichen Floskeln verschanzen, wenn er Dir überhaupt eine Antwort gibt. Dieser rückwärts gewandte Ansatz bringt also nichts.

Wenn Du ihn aber nach Feedback fragst, damit Du sich in Zukunft verbessern kannst, dann bittest Du ihn ja quasi um Hilfe. Und helfen wird er viel lieber als sich rechtfertigen zu müssen. Womit Du wiederum gute Chancen hast, verwertbare Informationen zu erhalten.

Praxisbeispiel

Wie das Ganze dann in der Praxis aussehen kann? So zum Beispiel:

„Ja, Hallo Herr Schmidt. Müller hier. Ich habe gestern ihre Absage bekommen und wollte mich kurz melden, um zu sagen, dass ich es natürlich sehr schade finde, dass es dieses Mal nicht geklappt hat. Aber dann ist nun einmal so. Wie ich ihnen ja auch im Vorstellungsgespräch schon gesagt hatte, möchte ich mich ja stetig weiterentwickeln und daher würde es mich wirklich sehr freuen, wenn sie mir ein kurzes Feedback zu meinem Auftreten im Vorstellungsgespräch geben könnten. Damit würden sie mir echt weiterhelfen. Wenn es Ihnen zeitlich jetzt nicht passt, können wir auch gerne einen Termin vereinbaren.“

Wenn Du erfolgreich bist und es wirklich geschafft hast den Personaler zu überzeugen, dann höre Dir sein Feedback an und bedanke Dich am Ende dafür.

Egal, was Du von ihm zu hören bekommst.

Selbst wenn Du ganz anderer Meinung bist oder meinst, falsch verstanden worden zu sein. Hier ist nicht der Zeitpunkt, dies zu diskutieren.

Notiere Dir die Aussagen und mach Dir klar, dass dies die Wahrnehmung des Interviewers ist. Im Anschluss an das Feedback kannst Du Dich dann in aller Ruhe inhaltlich damit auseinandersetzen und es für Dich auswerten.

Hierfür kannst Du wieder die gleichen Fragen wie in der Selbstanalyse heranziehen. Was war gut? Was war schlecht? Welche Verbesserungsvorschläge habe ich bekommen?

Abgleich: Erinnerung  &  Feedback vom Personaler

Wenn Du das Feedback so zusammengefasst hast, dann kommt der große Abgleich von Selbstwahrnehmung (eigene Erinnerung) und Fremdwahrnehmung (Feedback des Personalers).

Vergleiche dazu einfach das Feedback mit Deiner persönlichen Nachbearbeitung des Gespräches. Gibt es hier Übereinstimmungen? Bingo, dann hast Du höchstwahrscheinlich einen Hebel entdeckt, um im nächsten Gespräch besser abzuschneiden.

Tauchen Punkte aus dem Feedback in Deiner Analyse nicht auf, dann überlege, warum die Interviewer diesen Eindruck gewonnen haben. Hier stecken oftmals richtig wichtige Punkte, um Dich zu verbessern.

So komplettierst Du dann Deine Verbesserungsliste und hast die Punkte schwarz auf weiß vorliegen, die Du zur Vorbereitung auf das nächste Vorstellungsgespräch nutzen kannst.

Wenn du aber mit Bereichen des Feedbacks wirklich gar nichts nichts anfangen kannst. Dann kannst Du auch entscheiden, diese Punkte nicht zu beachten. Das Feedback ist ja ein subjektiver Eindruck und keine objektive Wahrheit.

Absage nach Vorstellungsgespräch: Der Zusatztipp

Dazu aber noch ein wichtiger Zusatztipp Solltest Du allerdings häufiger nach Vorstellungsgesprächen ein bestimmtes Feedback bekommen, dann könnte schon etwas Wahres dran sein.

Auch wenn Du erst mal ganz anderer Meinung bist.

Denn häufig ist das dann der entscheidende Hebel, mit dem Du Dir im nächsten Vorstellungsgespräch den Job schnappen kannst.

Ich drücke Dir dabei auf jeden Fall die Daumen und wenn Du Dir dann erfolgreich den Job geschnappt hast und die Probezeit auch sicher überleben willst, dann könnte dieses Video hier was für Dich sein.

Dabei wünsche ich Dir viel Erfolg und falls Du dazu noch weitere Hilfe benötigst, dann kontaktiere mich einfach für ein kostenloses Erstgespräch

 

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Dr. Kenneth Simon: mail@kennethsimon.de