Erfolgreiche Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch!

Über Geld spricht man bekanntlich nicht. Doch gilt dies auch für den Bewerbungsprozess? Nein, denn für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch, musst Du Dich schon mit diesem Thema auseinandersetzen und Deine Wünsche vor allem gekonnt kommunizieren.

Denn hier kannst Du innerhalb weniger Minuten durch ein paar Sätze viele tausend Euro pro Jahr hinzugewinnen oder auf dem Tisch liegenlassen. 

Und damit Du den Tisch so richtig leer räumst, erfährst Du in diesem Artikel, wie das mit nur wenigen Maßnahmen klappt. 

Es ist echt nicht schwer. 

Versprochen.

Bist Du dabei? Dann legen wir los.

Es gibt kaum einen Bereich im Bewerbungsprozess, der mit mehr Unsicherheit behaftet ist, wie die Gehaltsverhandlung, denn wenn Du es bis hierhin geschafft hast, dann willst Du Dich mit Sicherheit nicht durch eine überzogene Gehaltsforderung so knapp vor dem Ziel noch aus dem Rennen schießen. 

Auf der anderen Seite macht es auch keinen Sinn ein sehr niedriges Gehalt zu fordern, denn das bringt Dich im Wettbewerb mit den Konkurrenten auch nicht nach vorne. Der Arbeitgeber wird sich bei einer deutlich zu niedrigen Gehaltsforderung nämlich eher fragen, warum Du Dich so billig verkaufst.

Daher ist die beste Lösung für Dich und Dein Konto, in der Gehaltsverhandlung das maximale rauszuholen, ohne dabei über die Stränge zu schlagen. Damit Dir das gelingt könnten die folgenden 5 Schritte für Dich hilfreich sein. Am Ende des Artikels habe ich auch noch einen Zusatztipp für Dich, falls die Gehaltsverhandlung doch nicht so laufen sollte wie Du es Dir vorgestellt hast.

 

1: Vorbereitung auf die erfolgreiche Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch

Das ist eindeutig einer der wichtigsten Schritte. 

Informiere Dich im Vorfeld so genau wie möglich über das Gehaltsniveau in dem entsprechenden Job. Wenn Du Dich aus einer Festanstellung auf einen vergleichbaren Job in einem anderen Unternehmen bewirbst, dann hast du in der Regel bereits ein gutes Wissen darüber, was in dem Job bezahlt wird. 

Bewirbst Du Dich allerdings als Berufseinsteiger oder wechselst als Quereinsteiger die Branche, dann kommst Du um ein wenig Recherche nicht herum. Ähnliches gilt auch, wenn Du Dich auf eine höhere Position bewirbst. Auch dann solltest Du Dich gut informieren, welches Gehalt auf der höheren Stufe üblich ist. 

Informationsquellen gibt es ja heutzutage im Netz genug, checke den entsprechenden Job einfach auf einem der zahlreichen Portale wie Kunuunu, Glassdoor oder Gehalt.de. Dadurch hast Du schon einmal eine gute Richtschnur, was in dem Job gezahlt wird.

Wenn Du darüber hinaus noch jemanden kennst, der auf einer vergleichbaren Stelle sitzt, oder sich in der entsprechenden Branche gut auskennt, dann lohnt es sich sicher für Dich auch hier einmal nachzufragen. Je detaillierter Dein Bild ist, desto besser.

Wenn Du dann eine gute Übersicht hast, was in dem Job gehaltstechnisch möglich ist kommen wir zu Schritt Nr.2.

2: Gehaltsrahmen definieren

 

Definiere für Dich unbedingt im Vorfeld der Gehaltsverhandlung Deinen Gehaltsrahmen. Dieser Gehaltsrahmen besteht aus Deinem Wunschgehalt am oberen Ende der Skala und Deiner Schmerzgrenze, also dem Gehalt unter das Du unter keinen Umständen gehen möchtest. 

Dieser Rahmen ist echt wichtig, denn ohne diesen Rahmen fehlt Dir ein konkretes Ziel und Du kannst das Gehaltsangebot vom Arbeitgeber in der Stresssituation gar nicht richtig einschätzen. Außerdem hilft es Dir, Dich in der Verhandlung klar und souverän zu äußern und damit den Grundstein für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch zu leben. Womit wir zum nächsten Schritt kommen.

 3: Der richtige Zeitpunkt

 Wenn Du in der Gehaltsverhandlung bist, dann ist es durchaus relevant, wer die erste Zahl in den Raum wirft. Wenn es irgendwie möglich ist, dann solltest Du derjenige sein, der als erster ein Gehalt nennt, und zwar 10-15% mehr als Du eigentlich erreichen willst. 

Das gibt Dir nämlich Verhandlungsspielraum. 

Doch warum ist es so wichtig, als erster eine Zahl zu nennen? 

Das liegt an dem sogenannten Ankereffekt. Dieser psychologische Effekt bewirkt, dass die erste Zahl, die in einer Verhandlung genannt wird, wie ein Anker wirkt, an dem sich dann die weitere Verhandlung ausrichtet. Natürlich in vernünftigen Grenzen. Wenn Du also als Berufseinsteiger ein Millionengehalt forderst, wird nicht der Ankereffekt eintreten, sondern eher ein Schockeffekt mit der Folge, dass Du den Job nicht bekommst. Aber im vernünftigen Rahmen kannst Du dir diesen Effekt sehr gut zu Nutze machen.

Für die erfolgreiche Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch musst Du aber nur wissen. Nenne als erster eine Zahl. Und welche Zahl Du ganz genau nennen solltest erfährst Du im vierten Schritt.

 

4: Die richtige Form

Beim Gehalt gibt es ja viele Möglichkeiten, seine Vorstellungen zu äußern. 

Formulierst Du es als Monatsgehalt, Jahresgehalt? Brutto oder netto? 

Hier lautet in fast allen Fällen die Empfehlung, nenne immer ein Bruttojahresgehalt. Mit dieser Formulierung hast Du alles abgedeckt. 

Bei Monatsgehältern hingegen ist ja noch gar nicht klar, wie viele Du bekommst. Werden 12 Gehälter gezahlt, oder gibt es noch Weihnachtsgeld oder vielleicht auch noch zusätzlich Urlaubsgeld? 

Diese Fragen stellen sich bei einem Jahresgehalt nicht, denn dort ist alles mit einem Betrag abgedeckt. Damit kommen wir auch schon zum Schritt Nr. 5

5: Wie äußere ich meinen Gehaltswunsch?

Auch die Art, wie Du Deinen Gehaltswunsch kommunizierst, ist wichtig. 

Es kommt durchaus vor, dass dem Gehaltswunsch noch eine ausschweifende Begründung angeführt wird. Doch das ist echt kontraproduktiv. Denn je länger die Begründung dauert, desto mehr klingt sie nach einer Rechtfertigung. 

Anders wäre es, wenn Du mit Deinem Chef über eine Gehaltserhöhung sprichst. Da sind Argumente total wichtig. Beim Thema Gehalt im Vorstellungsgespräch solltest Du einfach Deine Gehaltsforderung nennen und dann Schweigen.

Der Ball liegt dann nämlich im Feld des Arbeitgebers und er kann dann auf Deine Forderung eingehen, oder erklären, warum er Dir nur weniger bezahlen will.

Wenn Du so vorgehst, dann hast Du gute Chancen in der Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch einiges für Dich herauszuholen. 

Und falls es wider Erwarten in der Gehaltsverhandlung so richtig klemmt, dann kann dich vielleicht der folgende Zusatztipp retten.

Zusatztipp für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch

Oft lassen sich die Differenzen beim Gehalt über Zusatzleistungen wie eine Prämie, ein Bonus, bei AG Aktienprogramme, Zuschüsse für die Altersvorsorge oder aber Sachwerte wie ein Firmenwagen, Fahrrad, Laptop oder Handy doch noch schließen. 

In Einzelfällen sind auch attraktive berufliche Weiterbildungen interessant, die der Arbeitgeber Dir dann zahlt. 

Die Liste ist sicherlich nicht abschließend und je nach Job fällt Dir vielleicht auch noch etwas ganz anderes ein, was Du als Zusatzleistung rausschlagen kannst.

Ich drücke Dir auf jeden Fall beide Daumen für Deine nächste erfolgreiche Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch

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